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Beziehung
… ein Irrgarten zwischen Lust und Frust 25.11.2011 um 19.00 Augustinerkeller (Vinothek), Augustinerstraße 1, 1010 Wien Die Buchpräsentation von Beziehung … ein Irrgarten zwischen Lust und Frust von Dr. Norbert Arlt wurde mit einer Privatführung durch die Magritte-Ausstellung in der Albertina eröffnet. Dort wurde unter anderem „Les amants“, das Coverbild des Buches, besprochen. Um 19 Uhr begann dann die eigentliche Buchpräsentation. Nach einer kurzen Begrüßung durch Verlagschefin Renate Götz führten Gabriele Kuhn-Hufnagl und Michael Hufnagl in humorvoller Art in das neue Werk des Autors Dr. Norbert Arlt ein. Sie hatten kurze Zitate aus dem Buch ausgewählt, die sie sich nun gegenseitig vorlasen. Dr. Arlt, dessen Buch Einzelkind – Privileg oder Schicksal bereits im Renate Götz Verlag erschienen ist, referierte dann über Entstehung und Inhalt seines zweiten Werkes Beziehung … ein Irrgarten zwischen Lust und Frust. Nach der Lesung signierte der Autor die Bücher. Im Anschluss an diese gelungene Veranstaltung saßen die Besucher noch lange bei angeregten Gesprächen mit dem Autor und Familie Hufnagl im Augustinerkeller zusammen.
Über den Autor:
ist klinischer Psychologe und Psychotherapeut in freier Praxis.
Impulsraum
Werke • Ideen • Lesen 16. November 2011 . 19.00 Uhr Alte Schieberkammer . 1150 Wien . Meiselstraße 20 Über den ersten ImpulsRaum des RGV am 16.11.2011 in der Alten Schieberkammer in 1150 Wien spannt sich ein Bogen mit dem Thema Montessori. Nach der Begrüßung durch Verlagschefin Renate Götz beginnt Hella Klein, die Autorin von 10 nach 10 – Montessori für Demenzkranke ihren berührenden Vortrag. Sie erzählt, wie sie in jungen Jahren zur Montessori-Pädagogik gekommen ist und als Kindergärtnerin begann. Anfangs skeptisch gegenüber dieser Pädagogik, lernte sie die Vorzüge der Ideen Maria Montessoris in einem damals recht tristen Umfeld mit vielen Kindern, deren Eltern Analphabeten waren, rasch kennen. Als Frau Klein in Pension ging, wurde ihr Mann dement, was sie anfangs nicht verstanden hat. Sie hat insgesamt 3 Jahre gebraucht, bis sie mit dieser heimtückischen Krankheit umgehen konnte, und hat dann ihren Mann noch 4 Jahre bis zu seinem Tod begleitet. Dabei hat sie wertvolle Erfahrungen gemacht, die sie jetzt ehrenamtlich 2 Mal wöchentlich in einem deutschen Pflegeheim anwendet. Ein wichtiger Schwerpunkt ist, eine Kompetenz des Kranken zu finden. Ihr Mann konnte bis zum Schluss über seinen Beruf erzählen. Eine Patientin aus dem Pflegeheim kann vom Lied „Kein schöner Land“ alle Strophen auswendig und hat große Freude, wenn sie dieses singen kann. Als Hella Klein erstmals in diesem Pflegeheim war, wurde sie mit 8 Personen allein gelassen, von denen man ihr nur erklärt hat, was diese alles NICHT können. Und mit 2 Spielen: „Mensch ärgere Dich nicht“ und „11er raus“. Allmählich hat sie einen Montessori-Raum eingerichtet und mit den teilweise in ihrem Buch beschriebenen Materialien gefüllt. Wenn Frau Klein jetzt in das Heim kommt, freuen sich viele Insassen schon darauf, mit ihr in dieses Zimmer gehen zu können. Sie liest meistens noch eine lustige Geschichte, bevor sie wieder geht, was besonders gerne angenommen wird. Wichtig in ihrer Arbeit ist ihr auch, dass sie langsam, laut und deutlich mit den Leuten spricht, ohne mit ihnen zu schreien, wenn sie schlechter hören. Wenn jemand schon schlecht hört, irritiert ihn das „Geschrei“ noch mehr. Wenn ein Patient einen Schub hat und sehr ängstlich oder aggressiv ist, lenkt sie sofort ab. Das ist einer der wichtigsten Punkte, die Frau Klein im Zusammenleben mit ihrem Mann begriffen hat: Im ersten Impuls wollte sie ihm immer erklären, wie es denn „richtig“ sei, aber das ist in diesem Augenblick für einen Demenzkranken nicht annehmbar. Am meisten hilft man solchen Menschen, wenn man sie möglichst schnell emotional aus diesem Zustand rausholt, und das geht mit Ablenken sehr wirkungsvoll. Frau Klein rundet ihren Vortrag mit einer Patientengeschichte aus ihrem Buch 10 nach 10 ab. Weiter geht das Programm des ImpulsRaumes mit Patricia Radda, der jüngsten Autorin im RGV. Sie war selbst in einer Montessori-Schule und hat seit frühester Kindheit gelesen und, wie sie selbst betont, viel geschrieben. Sie bringt in ihrem Buch überbrücken immer wieder Zitate aus den von ihr gelesenen Büchern, die zum Lauf ihrer Geschichte passen. Es ist ihr sehr wichtig, dass man aus den Zitaten nicht heraushört, welches Buch ihr gefallen hat und welches nicht. Das ist ihr auch gut gelungen. Sie liest mehrere Textstellen aus ihrem Buch. Ernst Zloklikovits rundet den ImpulsRaum mit einer Lesung aus seinem Buch ab. Er war als Vater in der Organisation einer Montessori-Schule für seine Tochter tätig. Er beginnt mit einem Zitat von Mark Twain: „Das Gehirn ist eine Maschine, die sich Millionen und Abermillionen von Dingen merkt, bis man aufsteht und eine Rede hält.“ Er bittet dann das Publikum, sein Buch Dr.Dr. Hornbostls Gedankensplitter auf Seite 13 aufzuschlagen. Nach einem verblüfften Blick in das Auditorium meint er: „Was, Sie haben das Buch nicht? Na, dann lese ich Ihnen halt vor.“ Seine humoristischen Kurzgeschichten bringen die Besucher zum Lachen und wecken die Neugier auf sein Buch. Mit angeregten Plaudereien mit den AutorInnen bei einem Gläschen Sekt endet der erste ImpulsRaum des RGV. Wir freuen uns auf nächstes Jahr! Präsentation: „TEENPOWER - Jugendliche verstehen und motivieren!“ von Pia Beck Rydahl ![]() Datum: Donnerstag, 18. November 2010 Pia Beck Rydahl beginnt ihren interessanten Vortrag mit der Geschichte der Entstehung ihres Buches „Teenpower – geh DEINEN Weg!“ Sie hat in ihrem ersten Buch viele Jugendliche zu Wort kommen lassen und ihre Erfahrungen aus den Workshops, die sie mit den Jugendlichen in Dänemark durchführt, einfließen lassen. Pia bezieht das Publikum ein und fragt zuerst nach konkreten Problemen ihrer Zuhörer. Einige der Wortmeldungen: „Wie motiviert man Jugendliche, die ‚NULL-BOCK’ haben“, „Wie bringt man Kinder zum freien Spiel ohne Computer oder ähnliche technische Geräte“. Danach stellt Pia die Frage, was das Großartige daran ist, Eltern von Jugendlichen zu sein. Dabei kommt bald eine Frustration einiger Eltern zu Tage: wenn ihre Kinde die von ihnen gemachten Angebote/Geschenke nicht annehmen. Kinder und Jugendliche wollen nicht von den Erwachsenen motiviert werden, sie wollen, dass ihnen zugehört wird. Sonst nichts. Es ist schwierig zuzuhören, ohne gleich zu sagen, was man darüber denkt. Wir wollen die Kinder/Jugendlichen vor Fehlern bewahren, aber aus Fehlern lernen sie. Wenn man immer nachfragt, ob die Hausaufgabe gemacht ist, lässt das Gehirn der Kindern nach, so nach dem Motto: es wird für mich gedacht, ich muss es nicht selbst machen. Problem dabei ist allerdings oft die Schule, die die Obsorge über die Aufgaben an die Eltern delegiert. Die Kinder müssen selbst herausfinden, was sie nicht können, nachschlagen, nachfragen. Das ist wichtig, nicht dass die Eltern die Schwächen aufzeigen. Man kann Motivation nicht „aufpfropfen“, sie muss aus dem Kind selbst entstehen. Die Jugendlichen sollten selbst Verantwortung für ihre Leistungen übernehmen. Wird diese Verantwortung vom Jugendlichen übernommen und wird ein Schuljahr dann trotzdem nicht geschafft, muss man eine neue Abmachung treffen. Das Kind hat es nicht geschafft, aber es hatte die Möglichkeit dazu, und das ist für die Entwicklung sehr wichtig.
Besser ist es, mit dem Jugendlichen darüber zu reden - wie es ihm geht, ob es ihm in der Schule gut geht - als über Aufgaben. Diese sollten allein bewerkstelligt werden. Wichtig ist auch das Ansprechen von Verantwortlichkeiten der jungen Leute. Kommt z. B. ein Kind pünktlich nach Hause, das auch ansprechen, nicht nur, wenn es unpünktlich kommt. Eine nächste Aufgabe stellt Pia an ihre Zuhörer: „Welche positiven Qualitäten/Eigenschaften hat mein Kind?“ In ihrer Präsentation zeigt Pia ein Cartoon. Eine Mutter sitzt mit ihrem kleinen Sohn bei Tisch und sagt: „Nein, du wurdest nicht downgeloadet, du wurdest geboren.“ Heute ist Multitasking für die Kids der Alltag. Der Fernseher läuft, der Laptop ist aufgedreht, dazwischen wird telefoniert. Was uns Erwachsene stresst, ist für die Jugendlichen wesentlich weniger belastend. Sie lernen ganz anders, als die Eltern es taten. Diese können es auch teilweise nutzen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen, in einem Chatroom z. B. Sicherlich liegt es schon in der Aufgabe der Erwachsenen, einem Vereinsamen durch ausschließlichen Gebrauch technischer Geräte entgegenzutreten. Aber wir sollten die andere Kommunikationskultur unserer Jugend akzeptieren und nutzen. Pia schließt ihren Vortrag mit den Worten:
Love me the way I am
and not the way you want me to be.
Buchpräsentation:
„Schiffbruch und das Leben ist doch vollkommen!" von Brissa Wudy © Fotos, 2010 Heinz Peter Posselt Von der passionierten Katastrophensammlerin zum Glückspilz Brissa Wudy präsentierte am 21.5.2010 in den Räumen des Vereins Atmos in Krems ihr soeben erschienenes Buch „Schiffbruch – und das Leben ist doch vollkommen“. Trotz schlechtem Wetter und chaotischen Verhältnissen auf den Straßen fanden viele Gäste den Weg nach Krems, selbst aus Salzburg, Linz und Wien. Der Abend wurde mit den Klängen eines Monochords begonnen. Verlagschefin Renate Götz schilderte die Geschichte ihres Verlages und freute sich über das gemeinsame Projekt mit der Autorin. Brissa Wudy berichtete über die Entstehungsgeschichte ihres Buches und las daraus. Brissa Wudy empfindet sich als Glückspilz. Von außen betrachtet ist sie „eine arme Frau“. So, wie sie da in ihrem Rollstuhl sitzt. Doch hat sie seit ihrer frühen Kindheit ein großes Packerl an Lebensfreude mitbekommen. Ihre Mutter sagte ihr, sie sei schon als Kind ein sehr lebensfroher Mensch gewesen. Sie hatte damals den Glauben, dass ihr nicht passieren könne. Und trotzdem war da auch „ein schweres Packerl“ mit einer Art Weltschmerz. Warum gibt es Kriege, Neid, Hass, Umweltsünden?, waren da brennende Fragen. Dann war da der Knall – der Unfall, nach dem sie völlig hilflos war. Ab diesem Zeitpunkt sah sie die Menschen aus einem ganz anderen Blickwinkel. Es war so viel Hilfe, so viel Unterstützung da, von ihrer Mutter, ihren beiden „Engeln“ – ihren Kindern, vielen FreundInnen, das erfüllte sie mit großer Dankbarkeit. Sie beschreibt in ihrem Buch, wie ihr Menschen hilfreich zur Seite standen. Die Autorin, die nach ihrem Unfall querschnittgelähmt und an den Rollstuhl gefesselt ist, hat 2007 mit dem Schreiben ihres Buches begonnen. Nach Fertigstellung des Manuskriptes stellte sie sich die Frage, ob ihre Lebensgeschichte überhaupt jemanden interessiert. Kurzerhand bat sie Freunde und Bekannte, als „Testleser“ zu fungieren. Ein wesentlicher Teil des berührenden Abends war dem Dank gewidmet. Brissa Wudy bedankte sich bei den anwesenden Menschen, die ihr Leben prägten, indem sie ihr Hilfe und Unterstützung angedeihen ließen, in liebevoller Weise mit Worten und Blumen. Vor allem galt der Dank ihrer Mutter, ihren Kindern und FreundInnen. Aber auch dem Renate Götz Verlag, in dem sie für ihr Buch eine Heimat gefunden hat. Insbesondere die Zusammenarbeit mit Hermi Bader, der Lektorin, war eine freudvolle Erfahrung. Ihr Dank galt auch Eva Denk, die aus privaten Gründen nicht anwesend war, der Grafikerin des Renate Götz Verlag für das Cover und die schöne Aufmachung des Buches. Das Buch erzählt zwei Geschichten: Die Lebensgeschichte von Brissa Wudy und eine Fantasiegeschichte. Diese wechseln sich kapitelweise ab. Dem Leser stehen somit 3 Möglichkeiten offen, dieses Werk zu lesen: nur die Kapitel der biografischen Geschichte, nur die Abschnitte der Fantasiegeschichte oder eben den abwechslungsreichen Mix der beiden. Brissa Wudy schloss die Buchpräsentation mit den Worten: „Der große Schrecken über das, was mir passiert ist, ist einem ‚Habe ich Glück gehabt’ gewichen. Das Wesen eines Menschen ist stärker als seine Behinderung.“ Der berührende Abend mit dieser starken und vor Lebensfreude überquellenden Frau klang mit einem hervorragenden Buffet und Schmökern am Büchertisch aus. Lesung: „Fragen Sie Dr. Bernhaut" ![]() Datum: Dienstag, 22. Juni 2010 Zeit: 18:00 - 19:30 Ort: THALIA Buch & Medien GmbH , Grinzingerstrasse 112 ,1190 Wien Vortrag:
„Mit Kindern wachsen" von Lienhard Valentin Wie können wir eine harmonische Beziehung zu (unseren) Kindern aufbauen, sie angemessen ins Leben begleiten und es ihnen ermöglichen, ihr Potential weitestgehend zu verwirklichen? Mittwoch, 12.5.10,19.30h
Nach einführenden Worten von Renate Götz über ihren Verlag, seine Geschichte und den Entstehungsprozess der Zusammenarbeit mit Dr. Bernhaut, begann der Autor und Ö3-Lebenscoach zuerst über die Hintergründe und die Geschichte zu seinem neuesten Buch „Fragen Sie Dr. Bernhaut“ zu sprechen. Etwa 50 Gäste hatten sich zu seiner Buchpräsentation in der Alten Schieberkammer eingefunden, darunter Ö3-Chef Georg Spatt und auch Dr. Bernhauts Mutter. Die von ihm vorgetragenen Auszüge aus seinem Buch untermalte er für das interessierte Publikum mit Anekdoten aus seinen Ö3-Sendungen und seinem Leben und trug so zur guten Atmosphäre der Veranstaltung bei. Der Autor mit der – wie er selbst sagt – angenehmen Stimme beeindruckte durch fachliche Kompetenz und klare, verständliche Aussagen und seine unkomplizierte Art, mit der er seine Zuhörer im Radio genauso wie die Gäste der Buchpräsentation erreichte. Fragestellungen, Anliegen und Unsicherheiten zu Depressionen, Burn-Out-Syndrom, Ängste und Beziehungskonflikte – das sind die Themenkreise, um die es in Dr. Bernhauts neuestem Buch „Fragen Sie Dr. Bernhaut“ geht. Verständlich aufbereitet möchte er anhand von Fallbeispielen zu mehr Wissen, höherer Akzeptanz und eine Steigerung der Lebensqualität seiner Leser beitragen. Im Anschluss an die Lesung hatten die Gäste Gelegenheit, sich am Sektbuffet persönlich mit Dr. Bernhaut zu unterhalten. Buchpräsentation: Manuela Miedler und Hans Orsolics "im Ring" Frau Manuela Miedler stieg am 28.2.2010 um 19h00 im Rahmen der Profiboxgala in der Lugner City zugunsten der Krebshilfe des AKH mit Hans Orsolics "in den Ring" um dort ihre beiden Bücher zu präsentieren.
Jesper Juul und Pernille W. Lauritsen:
„Frag Jesper Juul - Gespräche mit Eltern“ Fragen von Eltern an Jesper Juul zum Alltagsleben in der Familie Ein gelungener Abend im Gespräch mit Jesper Juul. "Frag Jesper Juul - Gespräche mit Eltern" heißt sein neues Buch, das soeben im Renate Götz Verlag erschienen ist. Und Gespräche mit Eltern waren es auch, denen Jesper Juul anläßlich der Buchpräsentation umfangreich Raum gab. Im 15. Wiener Gemeindebezirk ist er ja schon fast zu Hause. Familylab (www.familylab.at) lud am Freitag, 18. September 2009, zum Vortrag und zur Präsentation des neuen Buches ins Haus der Begegnung. Eingangs stellt Renate Götz ihren Verlag vor, der heuer sein 10jähriges Jubiläum feiert und alle bisherigen Bücher von Jesper Juul in Österreich herausgibt. "Gespräche mit Eltern" ist das erste von Jesper Juul, das im Renate Götz Verlag erscheint. Es zeigt in persönlichen Gesprächen mit Eltern, wie Jesper Juul Familien dabei unterstützt, ihre eigenen Wege zu finden. In seinem Vortrag hebt Jesper Juul deutlich hervor, wie wichtig es ist, authentisch zu bleiben und seinen persönlichen Weg zu finden. Gerade heute, in einer Zeit, in der wir oft auf die Methoden der Eltern nicht zurückgreifen wollen. In einer Zeit, in der uns tausende Ratgeber und Spezialisten tausende Wahrheiten vorgaukeln und behaupten, alle Antworten zu wissen, ist es von so besonderer Wichtigkeit, sich auf seinen persönlichen Weg zu begeben. "Einfach Eltern sein", sagt er, "ist heute schwierig geworden. Viele von uns glauben, ständig gutes Vorbild sein zu müssen, oder kontinuierlicher Pädagoge, zumindest aber laufend Animateur, damit die Kinder nicht enttäuscht sind. "Wir sind Vorbild", sagt Jesper Juul, "das ist richtig. Wir sind aber sicherlich nicht immer gutes Vorbild!", und schmunzelt: "Be realistic - das geht nicht. Wir sind eine ständige Herausforderung für unsere Kinder. Und das ist gut so. Umgekehrt natürlich auch - unsere Kinder sind eine ständige Herausforderung für uns." Er stellt vier Wertvorstellungen in den Vordergrund, die uns in der Beziehung mit unseren Kindern helfen können. Diese vier Werte ziehen sich auch in seinem Buch wie ein roter Faden durch die Gespräche:
Die Gleichwürdigkeit. Kinder brauchen also "echte Erwachsene" als Vorbild und als Beispiel, wie man sich im Alltag verhält, wie man sich im Miteinander gibt, wie man sich entspannt, wie man streitet, wie man Probleme löst, wie man lebt. Und sie brauchen klare Wertvorstellungen der Eltern. Denn das hilft ihnen, die eigenen Werte zu entdecken und diese auch zu leben. Nach einer Pause, in der Platz für Gespräche und Schmökern am umfangreichen Büchertisch bleibt, bietet der zweite Teil des Abends ausführlich Raum für den Dialog und ganz persönliche Fragen. Viele Facetten dieser Fragen finden sich auch in dem Buch wieder. Das zeigt deutlich, wie nützlich die 16 Fallbeispiele im Buch sein können. Denn es sind Fragen, die vielen von uns begegnen, wenn wir uns auf Erziehung einlassen und so wie Jesper Juul sagt: "Es sind Fragen, die intelligente Antworten verdienen." „Einzelkind - Privileg oder Schicksal"
von Dr. Norbert Arlt
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